Die Tuareg

Im September brachte uns Frau Heike Miethe-Sommer die Lebensart und Lebensumstände des Volkes der Tuareg anschaulich näher. Die Tuaregs zählen zur Stammesfamilie der Berber. Sie sind freiheitsliebend und tendenziell liberal. Die Frauen leben unverschleiert. Zwangsverheiratung gibt es nicht.

 

Jede Tuareg-Familie bewohnt ein eigenes Familienzelt. Die Jungen bleiben bis zur Pubertät im Familienheim. Mit der Pubertät werden die Jungen zu Männern und des Familienzeltes verwiesen mit der Herausforderung eine eigene Familie zu gründen und/oder Karawanen zu begleiten.

 

Die Haupttätigkeit der Männer umfasst die Karawanen-Touren mit Kamelen durch die Sahara, um das lebensnotwendige Salz einzutauschen. Die Frauen widmen sich vorwiegend dem Halten von Ziegen und Handarbeiten. Frau Sommer zeigte uns eine Reihe von solchen Handarbeiten wie geflochtenen Körben unterschiedlicher Art und Größe sowie von den Tuareg selbst gefertigten Schmuck und Kleidung.

 

Frau Miethe-Sommer zeigte auch die Problematik einer zielgerichteten Entwicklungshilfe auf: Nomadisch lebende Volksgruppen wechseln ihren Sitz zusammen mit den Kamelen, die sich nur im Sand gut fortbewegen können. Die Gelder der Entwicklungshilfe werden oftmals in den Straßenbau investiert, der vorwiegend vom Militär genutzt wird.

 

Die Bildung wird ebenfalls erschwert. Die Tuareg erhielten von der Regierung die Erlaubnis, Schulen gründen zu dürfen. Dies beinhaltete nur das Recht zum Bau einer Schule. Geldmittel und Ausstattung wurden nicht gefördert. Hierfür benötigen die Tuareg Hilfe. Hierfür startet Frau Miehte-Sommer z.B. in ihrer Schule eine erfolgreiche Sammelaktion, aus deren Erlös Schulbücher in Tuareg-Sprache angeschafft werden konnten. Dies ist bewundernswerte zielgerichtete direkte Hilfe.

 

 

Im September 2017

Silke Herrmann

Gemeinsamer Clubabend beim SI Club Wolfsburg

Am 21.06.2017 durften wir zu Gast sein beim SI Club Wolfsburg zu einem gemeinsamen Clubabend. Der Clubabend stand unter dem Motto der 61. UN-Frauenrechtskonferenz. Zu diesem Thema hielt unsere Clubschwester Andrea Rockstein-Ahrens als Teilnehmerin der UN-Konferenz und damit „Insiderin“ den Vortrag des Abends. Sie zeigte eindrucksvoll die Strukturen und Gremien der UN auf, die Vertretungen von Soroptimist International sowie die diesjährigen Vertreterinnen von Soroptimist Deutschland. Dem spannenden Informationsteil folgte ein anregender Austausch über die aktuellen Projekte und Veranstaltungen.

von Silke Herrmann

 

 

Besuch von Kim Winkler

Kim Winkler vom Staatstheater Braunschweig berichtete im Mai 2017 über ihre Tätigkeit als technische Leiterin des Kleinen Hauses sowie über die Stationen in ihrem bisherigen Arbeitsleben. Die gebürtige Wolfsburgerin war bisher in Augsburg, Groß-Gerau, Darmstadt (Staatstheater), Frankfurt (TAT Theater am Turm), Berlin (Studium Freie Kunst), Offenbach/Rüsselsheim, New York (Künstlerische Tätigkeit und Studium), Bad Gandersheim (Domfestspiele) und Braunschweig (Staatstheater und HBK) tätig.

 

Nach dem Beginn eines Chemie-Studiums merkte sie schnell, dass diese Richtung nicht von Dauer sein würde. Die Faszination des Theaters packte sie recht früh und der Ruf, in diesem tätig zu werden, wurde immer lauter. Sie brach das Studium ab und absolvierte ein Praktikum im Theater. Nach mehreren Tätigkeiten im Theater ohne richtige Ausbildung, arbeitete sie als Bühnenbildnerin weiter. Um eine abgeschlossene Ausbildung zu haben, studierte sie in Berlin Theater- und Veranstaltungstechnik. Ihre Diplomarbeit war die Umgestaltung der Mehrzweckhalle Bremerhaven zu einem Theater (Theater am Fischereihafen). Nach etlichen Jahren musste etwas Neues, ergänzendes her: ein Kunststudium in New York! Gedacht, getan. Die künstlerische Arbeit mündete bereits in Ausstellungen in New York und Paris. Zu sehen sind die Werke zum Teil auch unter: www.kimwinkler.com

von Silke Herrmann


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