Die Sprachförderklasse in der Grundschule Karlstraße in Wolfenbüttel

Wie lernen Kinder am schnellsten und effektivsten eine für sie ganz neue Sprache? Stellen wir uns vor, wir sind im arabischen Raum und möchten ein Brötchen kaufen, im Laden gibt es jedoch keine Untertitel. Zeichensprache ist ein probates Hilfsmittel, ggfs. kann man sich mit einigen Englisch-Wörtern behelfen. In der Landessprache müssten die meisten kapitulieren. Es gilt für die Flüchtlingskinder, sämtliches Vokabular zu lernen, um möglichst zügig am normalen Unterricht teilnehmen zu können. In der Karlschule gibt es durch die Spende vom Soroptimist Club mittlerweile einen Übungs-Kaufmannsladen „Unser kleiner Wörterladen“, zwei Lapptopps mit Sprachsoftware und diverse andere Spiel-Utensilien für die Sprachförderklasse. Dort lernen im Schnitt 12 Flüchtlingskinder unterschiedlichen Alters die deutsche Sprache, jeder in seinem Lerntempo, alle gleich begeistert bei der Sache. Zur Begrüßung führen uns die Kinder das „Hampelmannlied“ vor. Oben, unten, setzen, stellen, legen kann schon sehr gut zugeordnet werden. Als uns die Lehrerin das neue Equipment präsentiert, weist mich Mohammed 4 (es gibt derzeit fünf in der Klasse) noch ganz stolz auf die Gemälde hin. Buchstaben malen und zeichnen gehört auch dazu und wird gern gemacht.

 

Silke Herrmann

 

 

 


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