Werksführung bei Jägermeister

Das Geheimnis der 56 Kräuter

 

Unser März-Ausflug führte uns nach Wolfenbüttel zum Hauptsitz der Firma „Jägermeister“, die den weltbekannten Likör aus 56 Kräutern und Wurzeln herstellt. Nach einem gemeinsamen Foto in der Eingangshalle ging es in zwei Gruppen los. Die Hygiene ist wie in jedem Lebensmittelbetrieb oberstes Gebot, weswegen wir weiße Schutzcapes und Kopfbedeckungen tragen mussten.

 

Was einst 1878 als Essigmanufaktur begonnen hatte, verwandelte sich durch die Kräuterexperimente des Curt Mast (Sohn des Firmengründers) im Jahre 1934 zu der Getränkefirma „Jägermeister“, die ihren weltbekannten Kräuterlikör mittlerweile in 170 Länder exportiert.

 

Wir blickten durch Glasscheiben in das chemische Labor, gingen an den imposanten Lagerfässern und Abfüllanlagen vorbei und konnten auch die originale Waage für das exakte Maß ansehen.

 

Wie kommt nun der unverwechselbare Geschmack des Likörs zustande? Obwohl wir einige der Kräuter und Wurzeln betasten und beriechen durften, wurde auch uns das Geheimnis seines Aromas nicht Preis gegeben. Abgerundet wurde das Programm mit einigen Kurzfilmen u.a. von der Flaschenabfüllung am Standort Wolfenbüttel-Linden.

 

Im zweiten Teil nach der Werksbesichtigung wurden wir mit den neuesten Marketingstrategien vertraut gemacht. Jägermeister hat einen Weg gefunden, die Tradition mit der Moderne zu verbinden und ein „Kultgetränk“ zu kreieren. Die vielen jagdlichen Elemente wie der Hirsch aus der Hubertussage, der Jagdspruch auf jedem Etikett sowie das Waldgrün der Flaschen sind auf die Jagdleidenschaft von Curt Mast zurück zu führen. Diese Tradition wird durch die „Jägermeister Blaskapelle“ oder die „Wolfenbütteler Festspiele“ in die Moderne gebracht. Die Blaskapelle zum Beispiel ist eine Band, die mit den klassischen Blasinstrumenten u.a. Rap-Songs spielt und Musikgrößen begleitet.

 

Mit den Eindrücken über die auf den ersten Blick nicht zu erkennende Größe des in Wolfenbüttel fest verwurzelten Traditionsunternehmens beschlossen wir einen spannenden Nachmittag.

 

von Beate Kirchner und Silke Herrmann


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