Städte von oben beim Bollmann-Bildkartenverlag GmbH & Co KG

Am 11. Mai durften wir ein Traditionsunternehmen in Braunschweig besuchen: Den Bollmann-Bildkarten-Verlag am Braunschweiger Flughafen.

Das Besondere an dem Verlag sind die handgezeichneten detailgetreuen 3D Karten, die sogar vor Gericht als Beweismittel zugelassen sind (beispielsweise, um herauszufinden, ob ein Gebäude bereits vor dem Krieg errichtet wurde, oder nachträglich ohne Baugenehmigung verändert). Als Grundlage für die Karten dienen Luftaufnahmen, die der Verlag mit einem eigenen Spezialflugzeug bereits seit rund 60 Jahren aufnimmt. Neben rund 100 deutschen Städten bietet Bollmann auch Karten von New York, Bethlehem oder Jerusalem an.

Begrüßt wurden wir von Herrn Sven Bollmann, dem Enkel des Gründers Hermann Bollmann. Bei schönstem Wetter erzählte er uns von den Anfängen des Unternehmens. Im Zeichensaal führte er seine teils sehr unterhaltsamen Erzählungen bis in die Gegenwart fort. Die Besichtigung der Produktionsanlagen und der immer noch verwendeten Reprokamera aus den 50er Jahren folgte anschließend. Obwohl der Gründer Hermann Bollmann selber kein Ingenieur war, baute er aus Fernmelderelais und 12V-Käfer-Scheibenwischmotoren die spannendsten Techniken, wie zum Beispiel die Steuerungsanlagen für die um 1958 verwendeten Luftbildkameras als auch für die Falt-Maschine.

 

Natürlich ließen es sich die Teilnehmer der Exkursion nicht nehmen am Ende ein paar Pläne zu bestellen.

 

Website: http://www.bollmann-bildkarten.de/

 

von Sarah Boroske


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