Bildervortrag über Ein Bustan

Seit 2013 unterstützen wir den bilingualen jüdisch-arabischen Waldorf-Kindergarten „Ein Bustan“ (Quelle im Garten) in der Ortschaft Hilf bei Kiryat Tivon, der Partnerstadt Braunschweigs. Die Förderung umfasst den Kindergartenbeitragssatz für je zwei Geschwisterkinder, deren Eltern das Geld nicht aufbringen können. Einmalig dazu gewährte der Club auch einen Zuschuss zu Baumaßnahmen.

 

Dieser Kindergarten ist ein privatrechtlich geführter Verein und erhält keine staatliche Unterstützung, da das Vorschul- und Schulsystem in Israel nach Religionsgemeinschaften getrennt wird.

 

Zwei unserer Clubmitglieder konnten sich 2014 vor Ort einen Eindruck von dieser besonderen pädagogischen Einrichtung machen. Beim Clubabend im März 2016 berichtete Michael Brandt, der nach dem Abitur über die Stiftung Ökomenisches Lernen der evangelisch-lutherischen Landeskirche Braunschweig seinen Freiwilligendienst bei „Ein Bustan“ in Kiryat Tivon absolvierte, über seine Arbeit dort vor Ort. Michael Brandt referierte sehr engagiert über seine Tätigkeiten, praktischen Erfahrungen und Eindrücke, verstärkt durch viele Bilder.

 

Der Ganztagskindergarten bietet derzeit Platz für ca. 30 Kinder, die drei Mahlzeiten am Tag erhalten können. Auf dem Kindergartengelände befindet sich auch ein kleiner Gemüsegarten und ein Fischteich.

 

Ein beliebtes Spiel ist das überall bekannte „Fangen“. Nebenbei lernen die Kinder (und auch gleich der Freiwilligendienstler) die Zahlen in der Landessprache kennen. Einmal in der Woche erkundet die Gruppe die Gegend bei Ausflügen. Es kommt auch nicht selten vor, dass sich die Kinder mit ihren Eltern am Wochenende zu einem privaten Ausflug oder auch zu Festen treffen. Durch die gemeinsamen Aktivitäten bildet sich eine wachsende Gemeinschaft von Erziehern, Eltern, Kindern und natürlich Ehemaligen, wobei jede Religion etwas von- und übereinander lernt und sich austauschen kann.

 

Der Braunschweiger Club ist mit seinem Link zum SI Club in Kiryat Tivon in der Förderung von „Ein Bustan“ verbunden. Die Braunschweiger gewähren finanzielle Unterstützung und die Tivoner helfen mit persönlichem Einsatz vor Ort. 

 

von Silke Herrmann und Beate Kirchner


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